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#kachelnkacheln #rideeverytile #veloviewer
Es war wirklich ein Riesen-Unterschied zu gestern. Im Nachhinein war gestern eindeutig nicht mein Tag. Die Beine zu schlapp und der Wind dazu. Heute läuft es gleich doppelt besser. Und auch wenn nicht alles perfekt ist, wäre es jammern auf hohem Nivea.
Der Plan war eigentlich klar. Sonntag geht es auf den Sant Salvador. Nicht der beste Tag, aber immer wieder interessant der schleiertragenden Gemeinde von Felanitx auf dem heilgen Berg beim Hammelschächten zuzusehen. Wäre es dunkel gewesen, hätte man die Grillfeuer aus weiter Entfernung sehen können.
Im Prinzip ist der Berg ja ein Hausberg und die Strecke zu kurz. Also setze ich mich hin und betrachte mir die vielen Kacheln die mir dort noch fehlen. Als alle zusammengeklickt sind, bin ich schon wieder bei mehr als 100 Kilometern. Gut so!
Wind ist heute kein Thema. Oder zumindest am Anfang nicht. Er weht kaum merklich aus Südost. Verspricht Rückenwind für später. Ich suche eine Querverbindung südlich von Manacor um an die Hauptstraße nach Felanitx zu kommen. Verbindungen gibt es schon. Beim vergeblichen dritten Versuch Asphalt zu finden, ergebe ich mich meinem Schicksal und nehme die Schotterpiste. An jeder Finca werde ich von kläffenden, meist großen, schwarzen Hunden begrüßt. Wochentags ist hier vermutlich kein Mensch, aber am Sonntag ist der Mallorquiner auf seiner Finca.
Bei der ersten Kachel, die ich schon einmal vergeblich versucht hatte zu kacheln, treffe ich dieses Mal direkt ins Schwarze. Ein schöner glatter Asphalt-Cami führt mich an Zitronenbäumen vorbei direkt ins Herz der Kachel. Haken dran.
Auf der anderen Seite der Hauptstraße geht es weiter. Hier sind gleich drei Kacheln zu kacheln. Und ich hatte Schlimmes befürchtet. Umso angenehmer ist die Überraschung als ich vorwiegend guten Asphalt vorfinde. Nur für die letzte Kachel werden erst die Schlaglöcher immer größer und dann fahre ich Strade Bianche oder besser Carreteras Blancas, bis ich schließlich in einem kleinen Wäldchen stehe und ich einen Haken an die Kachel machen kann.
Jetzt also Sant Salvador. Der Verkehr ist erwartungsgemäß. Viele Autos, viele Radler. Ich schraube gemütlich nach oben. Ein paar der Autos meinen Bergrallye fahren zu müssen. Überholen in Kurven. Besser vorsichtig sein wenn die Wochenendirren unterwegs sind.
Oben bruzzeln die Hammel auf dem Grillplatz und auch sonst ist hier Party. Wochenenden sind hier langsam schon wie in Deutschland. Eigentlich bleibt man besser daheim. Radler und Autofahren halten sich bei der Anzahl in etwa die Waage. Nur dass die Insassen bei den Auto eindeutig in der Überzahl sind. Familientag halt. Es ist trotzdem herrlich hier oben in der Sonne und so verspeise ich schnell mein zweites Frühstück. Dann aber schnell wieder weg. Zu hoffentlich ruhigeren Zielen.
Unten angekommen stürze ich mich in den Wahnsinn. Die Ma-4010 nach Portocolom ist wirklich nichts für Radfahrer. Auch am Sonntag nicht. Drei Punkte sprechen dafür trotzdem zu fahren. Kacheln, keine LKW und es geht vorwiegend bergab. Also bringe ich es hinter mich. Haken dran. Nie wieder. Zum Glück gibt es Alternativen. Wenn man denn dort hin muss. Aber man muss eigentlich nicht.
Die Ma-4014 Richtung Portocristo ist genauso eklig. Eigentlich ein schönes Sträßchen mit ein paar netten Wellen durch lauschige Wäldchen. Aber der Verkehr ist auch hier ätzend. Alles muss hier entlang. Mangels Alternativen. Einziger Pluspunkt hier. Keine LKW am Sonntag.
Bevor es zu sehr nervt, darf ich endlich wieder abbiegen. Und nun beginnt der Spaß. Ein traumhafter kleiner Cami. Anscheinend recht frisch asphaltiert. Durch ein enges Tal zwischen zwei Bergrücken kommt Roller-Coaster-Feeling auf. Immer schön auf und ab, nicht steil, locker rollend. Und Autos sind Mangelware. Endlich habe ich eine ruhige Ecke gefunden.
In Son Macia hat der Spaß ein Ende. Auf der Jagd nach weiteren Kacheln bin ich zwar weitgehend alleine unterwegs, aber die Straßenbeläge sind eher nicht so prickelnd. Immer wieder Schlaglöcher, denen ich besser ausweiche um keinen Durchschuss zu riskieren.
Da ich selten in dieser Ecke bin, verliere ich ein wenig die Orientierung. Gut, mein Roam führt mich, aber irgendwie biege ich immer wieder Richtung Osten ab, wenn ich denke nun müsste es eigentlich nach Weste gehen. Naja, die Kacheln sind halt Schuld. Was eigentlich nicht weiter schlimm wäre, aber der Ostwind hat nun doch etwas zugelegt. Wenn auch nicht so stark wie gestern, ist er merklich kühler als der Westwind der letzten Tage. Aber auch das ist hohes Nivea.
Immer wieder denke ich dass ich eigentlich gleich den Cami von Arta nach Manacor erreichen müsste, aber dann sehe ich wieder Hügel die ich nicht erkennen und es geht erneut ein Stück nach Osten. Dieses Mal ist es die Hauptstraße von Manacor nach Portocristo. Zum Glück gibt es einen recht sauberen, breiten Randstreifen. Trotzdem bin ich froh, dass ich nach ca. drei Kilometern wieder auf eine Schlaglochstrecke abbiegen kann. Zwar wieder nichts was man ein zweites Mal befahren müsste, aber die Kacheln sind im Sack und es ist ruhig hier. Kilometer um Kilometer begegnet mir niemand. Genuss pur. Nur die Straße könnte besser sein. Aber das sagte ich ja schon. Hohes Nivea.
Dann endlich erreiche ich wieder bekannte Gefilde. Und es geht endgültig gen Manacor. Nördlich an der Stadt vorbei ins Gemüsetal. Jetzt beginnt die Kür. Oder ist es Pflicht? Ein letzter Anstieg noch. Dann ein Stück Wellblech zurück nach Petra. Auch im Tal bin ich alleine unterwegs. Eines der Radsport-Mekkas der Insel verwaist. Nur ein Auto das aus einer Einfahrt prescht um mich auf die Hörner zu nehmen. Die restlichen Autos treffe ich dann auf dem Wellblech. Hier treiben sie sich also rum. Und der Wind hat anscheinend gedreht. Statt zu schieben, bläst er mir nun freundlicherweise wieder ins Gesicht. Aber von den letzten knapp fünf Kilometern, geht es drei bergab. Also was soll's. Trotzdem möchte ich Meister Röhrich zitieren: Och nöö tut das Not, Wind?
| By: | Heiko |
| Started in: | Petra, Illes Balears, ES |
| Distance: | 112,9 km |
| Selected: | 112,9 km |
| Elevation: | + 1543 / - 1545 m |
| Moving Time: | 05:20:13 |
| Gear: | 2023 Specialized Allez E5 Elite |
| Page Views: | 2 |
| Departed: | 12.03.2023, 10:23 |
| Starts in: | Petra, Illes Balears, ES |
| Distance: | 112,9 km |
| Selected distance: | 112,9 km |
| Elevation: | + 1543 / - 1545 m |
| Max Grade: | |
| Avg Grade | |
| Cat | |
| FIETS | |
| VAM | |
| Ascent time | |
| Descent time | |
| Total Duration: | 05:39:25 |
| Selection Duration: | 20365 |
| Moving Time: | 05:20:13 |
| Selection Moving Time: | 05:20:13 |
| Stopped Time: | 00:19:12 |
| Calories: | 2985 |
| Max Watts: | |
| Avg Watts: | 142 |
| WR Power | |
| Work | |
| Max Speed: | 65,4 kph |
| Avg Speed: | 21,1 kph |
| Pace: | 00:03:00 |
| Moving Pace: | 00:02:50 |
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Best format for turn by turn directions on Edge 500, 510. Will provide true turn by turn navigation on Edge 800, 810, 1000, Touring including custom cue entries. Great for training when we release those features. Not currently optimal for Virtual Partner.
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