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Heute war es eine Hitzeschlacht vom Feinsten, die sogar mich als Hitzeliebhaber an die Grenzen gebracht hat. Es lag natürlich auch daran dass ich ein wenig mit der Wasseraufnahme gegeizt habe. Ich hätte eindeutig mehr trinken müssen, den auf den letzten siebzig Kilometern ab dem Bad Kreuznacher Stadtwald gab es praktisch keinen Schatten mehr und nur der leichte Südwestwind sorgte für etwas Erleichterung. Aber der Reihe nach.
Hinfahrt war wieder ein bisschen Abenteuer. Ich wollte so früh wie möglich in den Regionalexpress nach Saarbrücken einsteigen um mir einen Fahrradplatz zu sichern. Also zur zweiten Station nach Niederrad. Bei meiner Ankunft war der Bahnsteig gestopft voll, auch mit Fahrrädern. Aber ich hatte Glück. Die (wie immer, nicht nur heute, lieber Ansager) verspätete S8 nahm einen großen Schwung der Wartenden mit Richtung Flughafen. Dann kam der RE3. Auch gestopft voll. Aber auch hier stiegen Massen aus. Ich hatte den Eindruck, dass irgendwo hinten wieder Leute einstiegen um vorne wieder aussteigen zu können. Es dauerte etwa zwei Minuten bis alle draußen waren und ich einsteigen konnte. Immer noch voll, aber ich machte mir Platz im Fahrradabteil. Die meisten Leute hatten Reisegepäck dabei, sodass Hoffnung bestand, dass es ab Flughafen leerer werden würde. Und so kam es dann auch. Endlich Platz und Luft zum atmen. Auch wenn der "Regionalexpress" bis Mainz noch fast an jeder Mülltonne hielt, wurde es nicht mehr wesentlich voller und der Rest der Reise bis Bad Kreuznach zog sich in die Länge, verlief aber problemlos.
Am Bahnhof im Bad Kreuznach noch schnell Bäckerbeute für die Tour besorgt und schon ging es los. Der Verkehr in und um Bad Kreuznach war heftig und es ging gleich mal kräftig bergauf. Nachdem ich die vier Kacheln im Norden von Bad Kreuznach eingefangen hatte, konnte ich endlich weg von den vollen Straßen. Aber kaum war ich in den Waldweg eingebogen, schlug mein Straßensperrenteufel wieder zu. Keine Ausfahrt ohne Vollsperrung ist meine Regel. Wäre ja auch zu einfach. Da die freundlichen Waldarbeiter die dort arbeiteten den Baum aber schon umgelegt hatten, durfte ich trotz Sperrung durchfahren. Sehr nett und selten erlebt. Kurz darauf war aber schon wieder Schluss mit lustig. Der Weg wurde so steil und verblockt, dass ich zum ersten Mal an diesem Tag absteigen und ungefähr hundert Meter schieben musste. Oben wartete dann aber ein schöner Asphaltweg und eine nette Abfahrt auf mich.
Über einsame gute Wirtschaftswege fuhr ich noch ein Stück nach Westen, immer ein bisschen wellig, aber nicht sehr steil. Das änderte sich als ich nach Süden Richtung Nahe abbog. Gut, ich hätte auch die Straße durch den Ort nehmen können, leicht abwärts und kein Unterschied für die Kacheln. Aber wenn da ein Berg ist, ist da ein Berg. Und hoch geht es. Dementsprechend steil war danach die Abfahrt hinunter an die Nahe. Satte 19%, nur die Beschilderung war sich nicht einig ob es Gefälle oder Steigung werden würde. Und mir kam der Gedanke hier nochmal herzukommen um dort hinauf zu fahren.
Eine einsame Kreisstraße führte mich an der Nahe entlang, erst etwas eben, dann aber nochmal kräftig aufwärts durch die Weinberge. Wieder wurde ich mit einer tollen, rasanten Abfahrt belohnt. Unten überquerte ich wieder die Nahe und durch das Tal des Hagenbaches ging es wellig fünf Kilometer aufwärts. Ein kurzer Abstecher zu Burg Montfort bescherte mir eine weitere Kachel. Aber auch wenn es nur fünfhundert Meter Wanderweg waren, verzichtete ich heute auf den Aufstieg zur tief im Wald versteckten Burg.
Auf fast autofreien Straßen ging es weiter durch die nächsten Kacheln über Hallgarten und Feilbingert wieder zurück Richtung Nahe. Nochmal wurde ich mit einer wunderbaren, schnellen Abfahrt nach Bad Münster am Stein-Ebernburg verwöhnt. Unten im Ort dann wieder eine Vollsperrung mit Umleitung. Aber ich versuchte mein Glück und zog wieder ein Gewinnerlos. Der Fußweg war offen, nur auf der Straße wurde gearbeitet und so konnte ich mir einen zusätzlichen Umleitungsschlenker sparen.
Nach einem kurzen Schlenker ins Alsenztal kam das was kommen musste. Ich kenne ja schon einige Anstiege aus dem Alsenztal heraus und dieser war absolut nicht änders. Eine schöne asphaltierte Straße, steil, fast durchweg zweistellige Prozente, knackig und ein Riesenspaß. Doch auch der schönste Spaß hat mal ein Ende. Als ich oben die Siedlung Wienekes Wald-Idyll erreichte, war Schluss mit idyllisches. Zwei Lehren für zukünftige Planungen habe ich heute verinnerlicht. Erstens, traue niemals den Wegbeschreibungen in OSM. Grade 2 kann alles sein. Meistens eher Grade 3. Und was nützt die schönste Beschreibung wenn es bei der Oberfläche um eine Mischung aus grobem Gleisbettschotter und feinsten, tiefen Gravel handelt, den schmale Reifen nun überhaupt nicht mögen.
So war auf den nächsten anderthalb Kilometern eine Mischung aus vorsichtigem, langsamen Radfahren und kräftigen, entschlossenem Schieben angesagt. Nach einem kurzen schönen Intermezzo auf Asphalt, standen dann nochmal fünfhundert Meter mehrheitliches Schieben durch feinen, tiefen Gravel auf dem Programm, bevor ich endlich wieder beständig auf Asphalt und Beton landete. Und hier kommt die zweite Lehre des Tages zum Tragen. Bei zukünftigen Planungen muss ich auf längere Waldquerungen auf unbefestigten Wegen verzichten und Kacheln nach Möglichkeit durch kurze Abstecher von fahrbaren Straßen einsammeln. Denn leider haben die allermeisten Waldwege die Angewohnheit recht schön zu beginnen und mit jeden zehn Metern immer schlechter zu werden, sodass es einfach zu viel Zeit kostet wenn ich schieben muss, weil der Untergrund mit schmalen Reifen einfach nicht fahrbar ist.
Nachdem ich nun alle Kacheln eingesammelt hatte, konnte ich mich auf dem Heimweg machen. Wie schon gesagt fast siebzig Kilometer so gut wie ohne Schatten forderten ihren Tribut. Und da auf meinem Weg noch drei knackige Anstiege vor mir lagen, machte ich vor allem schön langsam, wann immer es in knalliger Sonne bergauf ging. Was mich jedoch erstaunte war der neue persönliche Rekord auf dem Waldwegclimb zwischen Gimbsheim und Wallertheim obwohl ich gefühlt eher langsam unterwegs war und dort bisher immer bei bedeutend kühleren Wetter unterwegs gewesen war.
Der Rest des Rückweges verlief ereignislos. Ich konnte durch ein paar neue Streckenplanungen Straßen komplett vermeiden und fuhr nur auf asphaltierten und betonierten Wirtschaftswegen. Wirklich schön und entspannend und für zukünftige Touren nach Rheinhessen eine echte Alternative zu den Straßen.
| By: | Heiko |
| Started in: | Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz, DE |
| Distance: | 118.8 km |
| Selected: | 118.8 km |
| Elevation: | + 1553 / - 1549 m |
| Moving Time: | 06:10:54 |
| Gear: | 2026 Specialized Allez E5 Elite |
| Page Views: | 2 |
| Departed: | 2026/08/04 9:32 |
| Starts in: | Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz, DE |
| Distance: | 118.8 km |
| Selected distance: | 118.8 km |
| Elevation: | + 1553 / - 1549 m |
| Max Grade: | |
| Avg Grade | |
| Cat | |
| FIETS | |
| VAM | |
| Ascent time | |
| Descent time | |
| Total Duration: | 06:45:25 |
| Selection Duration: | 24325 |
| Moving Time: | 06:10:54 |
| Selection Moving Time: | 06:10:54 |
| Stopped Time: | 00:34:31 |
| Calories: | 2816 |
| Max Watts: | |
| Avg Watts: | 127 |
| WR Power | |
| Work | |
| Max Speed: | 56.2 kph |
| Avg Speed: | 19.2 kph |
| Pace: | 00:03:24 |
| Moving Pace: | 00:03:07 |
Best format for turn-by-turn directions on modern Garmin Edge Devices
Best format for turn by turn directions on Edge 500, 510. Will provide true turn by turn navigation on Edge 800, 810, 1000, Touring including custom cue entries. Great for training when we release those features. Not currently optimal for Virtual Partner.
Useful for uploading your activity to another service, keeping records on your own computer etc.
Useful for any GPS unit. Contains no cuesheet entries, only track information (breadcrumb trail). Will provide turn by turn directions (true navigation) on the Edge 705/800/810/1000/Touring, but will not have any custom cues. Works great for Mio Cyclo. Find GPS specific help in our help system.
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