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Irgendwie war es seltsam heute. Angesichts des bevorstehenden Plans und meiner fehlenden Kilometer in diesem Winter, war die Absicht die Runde gaaaaanz gemütlich zu fahren. Das dann am Ende persönliche Bestzeiten auf dem Coll de Soller und dem Coll dels Reis von der Cala Tuent bei rauskamen, hat mich doch um einiges überrascht. Und auch auf den 10 Kilometern vom Abzweig Fornalutx zum Tunnel Monnaber war es mein zweitbeste Zeit. Die Bestzeit letztes Jahr bei der Bola auf abgesperrter Straße ist natürlich eine andere Liga. Und ich habe mich auf keinem der Anstiege besonders in Zeugs gelegt. Mit besserem Training wäre da auf jeden Fall noch mehr gegangen.
Aber von Anfang an. Start heute wieder mal am Spielplatz in Santa Maria. Die 30 Kilometer Anfahrt schenke ich mir gerne. Nicht weil ich es nicht könnte. Nein, es wird einfach irgendwann langweilig immer die gleiche Strecke nur als Anfahrt zu etwas Schönerem zu machen.
Dank frühem Aufstehen, war ich entsprechend früh dran und die Straßen noch ruhig. Erst in Bunyola wurde es etwas lebhafter. Die Cafes schon gut besucht. Der Shortcut durch die Gärten zur Ma-11 ist zwar schön und ruhig, hat aber immer noch einige Sandlöcher bei denen man vorsichtig sein muss.
Am Beginn des Coll de Soller überholen mich ein paar andere Radler. Egal, ich wollte es heute langsam angehen. Auch wenn sie nicht wesentlich schneller unterwegs waren. Eine Gruppe aus Bayern sollte ich später noch zweimal wiedersehen. Die waren auch eher gemütlich unterwegs, allerdings waren es die Einkehrschwünge an diversen Lokalitäten die dafür sorgten, dass ich immer wieder an ihnen vorbeifuhr und sie mich erneut einholen konnte.
Ansonsten war der Pass recht ruhig. Schön wie immer. Einfach mein Lieblingspass auf der Insel. Einzig die drei LKW die sich dort nach oben schraubten waren wohl diejenigen die mir dort immer begegnen. Ich werde es nie verstehen warum man mit einem LKW über den Pass fährt, wenn es doch so einen schönen, schnellen Tunnel für Kraftfahrzeuge gibt. Liefern müssen sie auf dem Pass mit Sicherheit nichts, weil es dort einfach für große LKW nichts zu liefern gibt.
Die Abfahrt vom Pass hinunter nach Soller, bzw. zurück an die Ma-11 war erstaunlicherweise fast völlig trocken, obwohl es in letzter Zeit so viel geregnet hatte, und dort auf der Nordseite eigentlich nie die Sonne hinein scheint. Zumindest in dieser Jahreszeit nicht. Auch das sonst im Winter hier vorhandene Moos auf der Fahrbahn, das ihr einen leicht grünlich Schimmer verleiht und richtig rutschig sein kann, war schon von Autos fast vollkommen abgefahren worden.
Soller war wieder ein wenig ein Krampf. Vor allem jetzt nachdem die Stadt zur Umweltzone erklärt wurde und nur Einwohner in große Teile des Ortes fahren dürfen. Einige Mietwagen sind trotzdem gefahren - die 200 Euro werden über die Mietwagenfirma direkt von der Kreditkarte abgebucht, da lückenlose Kameraüberwachung aller Nummernschilder – wie immer waren die Autos zu groß für die schmalen, engen Straßen und dementsprechend gab es mehr Stop als Go.
Erst ab dem Abzweig nach Biniaraix wurde es wieder ruhig und ich konnte die Auffahrt zur Ma-10 durch Orangen- und Zitronenhaine über Formalutx voll genießen. Sie ist einfach viel schöner als im Kreisverkehr direkt von der Ma-11 auf die Ma-10 zu fahren.
Während mir auf der Abfahrt vom Coll de Soller die Windjacke noch gute Dienste geleistet hatte, brannt hier im Tal ordentlich die Sonne herunter, auch wenn sich nun erste dickere Wolken an dem morgens noch makellosen blauen Himmel zeigten. Fast bereute ich, heute Morgen das Wintertrikot angezogen zu haben. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt die Armlinge runterzustreifen.
Auch die Ma-10 war auf den 10 Kilometern von Fornalutx zum Tunnel recht ruhig heute. Allerdings war bald schon klar dass die Passhöhe, bzw. der Tunnel, inzwischen in Wolken steckte. Je höher ich kam, desto kühler wurde es. Und so war ich doch früher über das neue Wintertrikot.
Kurz vor dem Tunnel überholte mich die bayerische Truppe wieder und hinter dem Tunnel legten wir gemeinsam eine kurze Rast ein und unterhielten uns ein wenig. Für eine längere Pause war es jedoch zu kalt, wie man schön in dem Video aus dem Tunnel an meinem frostigen Atem sehen kann.
In der Abfahrt zum Abzweig nach Sa Calobra überraschte es mich etwas dass die beiden Stauseen doch nicht so voll waren, wie ich nach dem vielen Regen der letzten Wochen erwartet hatte. So hatte ich sie schon öfter in wesentlich trockenerem Wintern gesehen.
Inzwischen machte ich auf der langen Abfahrt Gedanken über Sa Calobra, bzw. natürlich Cala Tuent, der schöneren der beiden Buchten. Da ich mir unsicher über meinen Leistungszustand war, war der eigentliche Gedanken bis hoch auf den Coll dels Reis zu fahren und dann über eine Abfahrt zu entscheiden. Aber da die Beine sich noch gut anfühlten und auch die Anstiege mir recht leicht gefallen waren, traf ich meine Entscheidung hinunter zu fahren, schon weit bevor ich auf dem Coll dels Reis war.
Auch dieser Pass verbarg sich in dicken Wolken. Trübe Aussichten sogar. Als schnell abwärts in der Hoffnung auf mehr Sonne weiter unten. Ich hatte großes Glück, dass ich die Hälfte der Abfahrt für mich alleine hatte. Erst dann fuhr ich auf drei Autos auf, von denen der Erste massive Schwierigkeiten mit den Kehren hatte und dementsprechend Schneckentempa angesagt. Leider war an ein Überholen nicht zu denken, das bergauf schon recht reger Verkehr herrscht.
Also war angesagt mich in Geduld zu fassen. Und so freute ich mich auf den Abzweig zur Cala Tuent, wo dann wieder traumhafte Ruhe einkehrte. Hier wartet zwar nach einem guten Kilometer eine weitere Passhöhe, der Anstieg ist aber sanft und der Asphalt gut. Dann geht es die ungefähr drei Kilometer hinunter in die schöne Bucht von Cala Tuent. Einziger Nachteil, hier unten gibt es keinen Touristennepp bei dem einem mit überhöhten Preisen das Geld aus der Tasche gezogen wird.
Dafür gibt es einen kleinen Pier der zum Verweilen einlädt. Mit Blick auf und in das glasklare Wasser genehmigten Henry und ich uns die wohlverdiente Pause mit selbst geschmierten Broten und einem leckeren, knackigen Apfel.
Der Anstieg aus der Cala Tuent bescherte noch einmal tolle Ausblicke auf die Bucht. Immer wieder ist es erstaunlich wenn man beim Blick zurück sieht, wie weit man sich schon die Serpentinen hochgeschraubt hat.
Zurück auf der eigentlichen Straße von Sa Calobra zum Coll dels Reis, sehnte ich mich danach die steile Felswand am Ende der Schlucht mit den vielen schönen Kehren zu erreichen. Wie immer sind die zum teilen längeren geraden Strecken bis dahin manchmal etwas zäh.
Ich weiß nicht wie oft ich dort schon hochgefahren bin, aber heute war eine Premiere für mich. Zum ersten Mal begegneten mir Busse. Anscheinend hatte ich bisher immer Glück gehabt. Positiv war, dass sie zu Viert im Pulk kamen. Ich fuhr kurz an den Straßenrand um alle vorbei zu lassen und dann war auch schon wieder weitgehend Ruhe.
Oben am Coll dels Reis schien inzwischen wieder die Sonne und die Wolken hatten sich fast aufgelöst. Unten am Viadukt standen mir dann noch die zehn Kilometer bis zur Tankstelle am Coll de sa Bataia bevor. Etwas unrhythmisch, aber wenn man weiß was kommt, kann man sich auf die letzten zwei Kilometer freuen, auf denen es nur noch bergab geht und keine Kackwellen mehr zu meistern sind.
Am Coll de sa Bataia nur noch mal kurz die Windjacke übergeworfen und schon ging es bergab. Die letzte lange Abfahrt des Tages. Und wieder hatte ich Riesenglück. Von ganz oben bis ganz unten gehörte die Straße mir völlig alleine. Anscheinend ist es wirklich richtig hier möglichst spät am Tag abzufahren, wenn fast alle die Berge schon verlassen haben.
Unten in Caimari stand mir noch ein etwas zähes Stück bevor. Vor allem weil ich jetzt doch meine Beine spürte. Über Mancor, Biniamar und Lloseta, dann auf den Cami de Raiguer zurück nach Santa Maria. Eigentlich nichts Schlimmes, aber ziemlich wellig. Und jede Welle tat weh. Dazu ist der Cami de Raiguer immer noch in einem erbärmlichen Zustand mit vielen großen und kleinen Schlaglöchern. Die Alternative wäre jedoch der Coll de Tofla und der namenlose Pass zwischen Alaró und Santa Maria gewesen. Oder ein Stück weiter im Süden die Hauptstraße über Binissalem. Beides keine verlockenden Optionen, sodass ich das kleinste der drei Übel wählte.
Nach 120 Kilometern (rund 30 mehr als gestern noch geplant) und fast 2700 Höhemetern erreichte ich etwas erschöpft in den Beinen (der Rest des Körpers war fein) aber auch glücklich meinen Parkplatz am Spielplatz in Santa Maria. Dass ich dabei noch einige gute Zeiten gefahren war, ganz ohne Absicht, war natürlich die Sahne auf dem Kuchen.
| By: | Heiko |
| Started in: | Santa Maria del Camí, Islas Baleares, ES |
| Distance: | 120.4 km |
| Selected: | 120.4 km |
| Elevation: | + 2703 / - 2707 m |
| Moving Time: | 06:42:42 |
| Gear: | 2026 Specialized Allez E5 Elite |
| Page Views: | 2 |
| Departed: | Mar 12, 2026, 9:28 am |
| Starts in: | Santa Maria del Camí, Islas Baleares, ES |
| Distance: | 120.4 km |
| Selected distance: | 120.4 km |
| Elevation: | + 2703 / - 2707 m |
| Max Grade: | |
| Avg Grade | |
| Cat | |
| FIETS | |
| VAM | |
| Ascent time | |
| Descent time | |
| Total Duration: | 07:20:08 |
| Selection Duration: | 26408 |
| Moving Time: | 06:42:42 |
| Selection Moving Time: | 06:42:42 |
| Stopped Time: | 00:37:26 |
| Calories: | 2840 |
| Max Watts: | |
| Avg Watts: | 118 |
| WR Power | |
| Work | |
| Max Speed: | 62.0 kph |
| Avg Speed: | 17.9 kph |
| Pace: | 00:03:39 |
| Moving Pace: | 00:03:20 |
Best format for turn-by-turn directions on modern Garmin Edge Devices
Best format for turn by turn directions on Edge 500, 510. Will provide true turn by turn navigation on Edge 800, 810, 1000, Touring including custom cue entries. Great for training when we release those features. Not currently optimal for Virtual Partner.
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Useful for any GPS unit. Contains no cuesheet entries, only track information (breadcrumb trail). Will provide turn by turn directions (true navigation) on the Edge 705/800/810/1000/Touring, but will not have any custom cues. Works great for Mio Cyclo. Find GPS specific help in our help system.
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