Join Ride with GPS and discover even more new routes and riding buddies. Print turn-by-turn cue sheets so you know where you are heading. And then, log your rides and watch your progress.
Freudige Überraschung unserer so zuverlässigen Bahn, vor allem wenn sie fünf Minuten vor Abfahrt des Zugs kommt. Und so wurde aus einer geplanten knapp 100 Kilometer dann am Ende über 160 Kilometer. Aber von Anfang an.
Der Tag begann recht heiter, die Temperatur war nicht mollig, aber okay. Erstmal Sternfahrt zum Bahnhof Hofheim um die lange Anfahrt zum Startpunkt in Idstein zu sparen. Aufgabe für heute war Kacheln kacheln auf dem Weg von Idstein an den Rhein. Mit 2100 Höhenmetern sicher nicht ganz einfach, aber doch machbar.
Da ich gute zehn Minuten vor Abfahrt schon in Hofheim war, konnte ich mir hier schon Bäckerbeute für die Strecke sichern. Dann im Zug der erste Klopper des Tages. Ein anderer Mitfahrer mit Fahrrad plapperte fröhlich vor sich hin. Zuerst dachte ich er wäre am Telefon über Ohrhörer. Nach ein paar deutlichen Versuchen mich und einen anderen Mitfahrer in ein Gespräch zu verwickeln, war schnell klar dass er irgendwie den Knall nicht gehört hatte oder irgendwo eine Käfigtür aufgeblieben war. Mir gelang es zwar gut auf Durchzug zu schalten und das meiste zu ignorieren was er vor sich hin blubberte. Allerdings weiß ich nun dass an jedem einzelnen Bahnhof in Deutschland jede Nacht zehn Penner übernachten. Und das schon seit Jahren. Und niemand etwas dagegen unternimmt.
Nach der Ankunft in Idstein erwartete mich gleich der erste kräftige Anstieg, der erste von vielen die folgen sollten und kräftig Höhenmeter einbrachten. Was ich aber schnell merkte war der doch recht lebhafte Nordwestwind, der mir nicht nur genau auf die Nase drückte, sondern auch unangenehm kühl war, sodass die vorhergesagten 17° C nie wirklich erreicht wurden und ich daher ein wenig zu dünn angezogen war. Zum Glück waren die Abfahrten auf dem ersten Teil der Strecke eher kurz und auf den Anstiegen konnte ich mich warm arbeiten.
Trotz der reichlichen Arbeit auf den Anstiegen war die Planung genau richtig. Ich hatte die MTB Strecke statt der Straßen-Version gewählt, was sich als goldrichtig erwies. Schöne ruhige Waldwege und kleine Nebenstraßen waren einfach ein Genuss. Nach dreißig Kilometern in Laufenselden die erste Pause. Ich hatte bis hier schon über 700 Höhenmeter angesammelt, was einen guten Eindruck auf das Profil erlaubt.
Der zweite Klopper erwischte mich auf dem Grauen Kopf, einem mit zahlreichen Windrädern bepflanzter Berg. Das etwas nicht stimmte merkte ich schon recht schnell. Irgendwie kam die nächste Wegkreuzung auf dem Radcomputer nicht mehr näher. Die Aufzeichnung lief problemlos, aber dass ich nicht mehr auf dem richtigen Weg war, merkte ich als ich in einer Sackgasse vor einem Windrad stand. Offensichtlich hatten die Windräder mein GPS außer Gefecht gesetzt. Zum Glück sah ich auf der Karte dass die Bäderstraße (B260) nicht fern war. Ein nicht unbedingt fahrbarer Waldweg brachte mich runter an die Straße, wo ich den Radcomputer neu starten konnte. Danach lief alles wieder richtig und ich war nur ein paar hundert Meter vom geplanten Weg abgekommen.
In einer größeren Schleife ging es weiter um Nastätten herum um hier noch einige Kacheln zu holen. Da es ab jetzt vorwiegend auf Straßen weiterging, wurde teilweise der Verkehr auch stärker, aber meistens war es noch ruhig und erträglich. Leider waren die wenigen geraden Stück auf denen ich ein bisschen Tempo hätte fahren können genau im Gegenwind, sodass der Schnitt weiterhin nicht sehr berauschend war, jedoch das Auf und Ab des Geländes genau widerspiegelte.
Leider war ich in der Planung etwas nachlässig, sodass ich im Ort Bögel bei Nastätten eine Kachel liegen gelassen habe, die ich mit einer kurzen Schleife von zwei-, dreihundert Metern durch den Ort eingefangen hätte. Aber da ich dort sowieso nochmal hin muss um weitere Kacheln weiter nördlich zu erwischen, ist es kein so großer Verlust.
Der zweite Stopp dann nach etwa 60 Kilometern vor dem Dörfchen Auel um ein paar Kalorien aufzufüllen und die Bäckerbeute zu reduzieren. Hier von den Höhen war jetzt auch schon die andere Rheinseite gut zu sehen. Eine sehr schöne Abfahrt auf einer Straße die mir fast ganz alleine gehörte, brachte mich schon fast runter nach Sankt Goarshausen. Doch da warteten noch ein paar Kacheln im Norden und so ging es nochmal hoch. Einige knackige, giftige Wellen waren auf dem Weg nach Weyer zu meistern, von wo es nach einer kurzen Abfahrt nochmal gefühlt moderat an einem Bach entlang aufwärts ging.
Als ich in Prath, hoch über dem Rhein, eine Straße mit dem Namen Rheinhöhenweg entdeckt, wurde mir bewusst, dass ich mir den Anstieg hier hoch vermutlich hätte sparen können, da ich auf der geplanten Wanderung auf dem Rheinsteig vermutlich sowieso hier entlang kommen und Kacheln kacheln würde. Trotzdem hatte es Spaß gemacht und die Aussicht Richtung Rhein war grandios.
Die danach folgende lange Abfahrt machte mir mal wieder bewusst dass ein Anstieg in der Abfahrt immer dramatischer und steiler aussieht als wenn man dort hoch fährt. Dieses Mal brachte mich das Sträßchen entlang des Wellmicher Baches tatsächlich runter an den Rhein. Inzwischen hatten mich zahlreiche Schilder vor einem Mittelalter-Fest auf der Lorelei gewarnt. Denn genau dort hoch sollte mich mein letzter Anstieg des Tages führen.
Eigentlich wollte ich mir den Verkehr dort erstmal anschauen, aber als ich in Sankt Goarshausen am Bahnhof vorbei kam und feststellte, dass der nächste Zug Richtung Frankfurt in zwölf Minuten fahren würde, entschied ich mich spontan hier abzubrechen. Der starke Gegenwind und die knapp 1600 Höhenmeter auf 90 Kilometern hatten schon einige Körner gekostet. So wollte ich schon von hier statt erst in Lorch die Rückfahrt mit der Bahn antreten.
Aber wie schon oben erwähnt, erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Die Ansage auf dem Bahnsteig dass heute keine Fahrräder mitgenommen werden, brachte mir einiges an Mitleid von den anderen Leuten ein die dort ebenfalls auf den Zug warteten. Aber da ich im Kopf schon mit der Option gespielt hatte, von Lorch mit dem Rad, statt der Bahn zurückzufahren, ergab ich mich recht gelassen in mein Schicksal. In gewisser Vorahnung hatte ich die Aufzeichnung auf dem Computer noch nicht gestoppt, sodass ich ohne Unterbrechung die Fahrt wieder aufnehmen konnte.
Die nächste Option wieder eine Bahn zu erwischen war erst die S-Bahn in Mainz-Kastel. Aber zumindest hatte ich jetzt fast alle Höhenmeter bereits im Sack. Ansonsten war es einfach eine Frage von starken Nerven. Die Strecke am Rhein ist eher eintönig, vor allem wenn man sie schon so oft gefahren ist. Und der Ausflugsverkehr war stark und laut. Eingezwängt zwischen Bahn, Straße und dem Fluss war ich froh Rüdesheim zu erreichen, wo es in der zweiten Reihe wenigstens etwas Abwechselung in den Ortschaften gibt, auch wenn ich die natürlich ebenfalls schon häufig durchfahren habe.
Natürlich sorgte auch hier der Ausflugsverkehr und ein Sperrungen durch Baustellen für etwas Abwechselung, sodass ich mich einmal sogar ein bisschen verfuhr. Nicht schlimm, da es recht einfach ist die Richtung zu behalten. Wiesbaden dagegen war fast erschreckend leer und ich kam dank einiger Ampelsprints und dem nun herrschenden Rückenwind recht schnell durch.
In Mainz-Kastel wagte ich noch einen kurzen Blick auf die Zuganzeige. Da der nächste Zug aber wieder ein RB und keine S-Bahn war, was wiederum erstens nichts brachte weil das Risiko bestand dass es auch hier keine Fahrradmitnahme geben würde und zweitens die RB auf der nordmainischen Strecke nach Frankfurt fährt, schenkte ich mir die fünfzehn Minuten Wartezeit und machte mich auf den Weg auch das letzte Teilstück nach Hause unter die Reifen zu nehmen. Der Mainradweg war an einem Sonntagnachmittag natürlich nicht die beste Option, aber irgendwie konnte mich nun auch nichts mehr schrecken, sodass ich darauf verzichtete auf die Straßen auszuweichen und die ganzen Strommofas und Arschwackler zügig zu umkurven, auch wenn dazu manchmal ein kurzer Ausflug in das Grün neben dem Radweg nötig wurde.
| By: | Heiko |
| Started in: | Idstein, Hessen, DE |
| Distance: | 165,3 km |
| Selected: | 165,3 km |
| Elevation: | + 1614 / - 1828 m |
| Moving Time: | 07:42:16 |
| Page Views: | 15 |
| Departed: | 05.04.2026, 10:10 |
| Starts in: | Idstein, Hessen, DE |
| Distance: | 165,3 km |
| Selected distance: | 165,3 km |
| Elevation: | + 1614 / - 1828 m |
| Max Grade: | |
| Avg Grade | |
| Cat | |
| FIETS | |
| VAM | |
| Ascent time | |
| Descent time | |
| Total Duration: | 08:41:58 |
| Selection Duration: | 31318 |
| Moving Time: | 07:42:16 |
| Selection Moving Time: | 07:42:16 |
| Stopped Time: | 00:59:42 |
| Calories: | 3998 |
| Max Watts: | |
| Avg Watts: | 144 |
| WR Power | |
| Work | |
| Max Speed: | 59,6 kph |
| Avg Speed: | 21,5 kph |
| Pace: | 00:03:09 |
| Moving Pace: | 00:02:47 |
Best format for turn-by-turn directions on modern Garmin Edge Devices
Best format for turn by turn directions on Edge 500, 510. Will provide true turn by turn navigation on Edge 800, 810, 1000, Touring including custom cue entries. Great for training when we release those features. Not currently optimal for Virtual Partner.
Useful for uploading your activity to another service, keeping records on your own computer etc.
Useful for any GPS unit. Contains no cuesheet entries, only track information (breadcrumb trail). Will provide turn by turn directions (true navigation) on the Edge 705/800/810/1000/Touring, but will not have any custom cues. Works great for Mio Cyclo. Find GPS specific help in our help system.
Estimated Time shows a prediction of how long it would take you to ride a given route. This number is based on your recent riding history, and represents an estimate of moving time. Each time you upload a new ride, your Estimated Time profile will adjust to reflect your most recent riding. Only rides exceeding 10 miles (16 km) will affect these estimates.
Go BasicOur Basic members have unrestricted access to everything we offer in our mobile apps. Learn more by visiting our Compare Plans page.
Erzählen Sie uns ein wenig über sich selbst
Rock solid GPS logging, helpful navigation, live logging and more are all available when you install our app.